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Technologie

Konstruktive Einzelheiten

 

Gestaltung der Nut

Es ist die Aufgabe der Ringnut, die vom festgelegten Maschinenteil auf das SEEGER® Befestigungselement übertragenen Kräfte aufzunehmen. Die Nut ist gemäß Bild 1 vorzugsweise gekennzeichnet durch den Nutdurchmesser d2 und davon abhängig durch die Nuttiefe t sowie durch die Nutbreite m.

Figure 1 Seeger Ring Groove

Bild 1: Seeger-Ring Nut

Nutdurchmesser d2, Nuttiefe t
Die in den Listen aufgeführten Maße für die Nutdurchmesser d2 führen zu einem Sitz der Ringe in den Nuten mit einer verhältnismäßig großen Vorspannung. Diese Vorspannung ist immer dann erforderlich, wenn größere Massenkräfte in der Ringebene auftreten, die der Spannung der Ringe entgegenwirken, wie z. B. Fliehkräfte bei hohen Wellendrehzahlen. Hier kann die Nuttiefe t zugunsten einer erhöhten Vorspannung verkleinert werden. Bei Konstruktionen, bei denen solche Massenkräfte nicht auftreten, kann die Nuttiefe und damit die Nutfläche AN und die Tragfähigkeit der Nut FN vergrößert werden. Die Grenze wird durch den Durchmesser im ungespannten Zustand d3 gesetzt, d. h. bei Wellenringe gilt d2 min. = d3 max. und bei Bohrungsringen d2 max. = d3 min.

Nutbreite m
Die in den Maßlisten genannten Werte sind Kleinstmaße, die bei der üblichen Anwendung der Seeger-Befestigungselemente in rechteckiger Nut und bei einseitiger Kraftübertragung empfohlen werden. Je nach Gestaltung des an den Ring anzudrückenden Maschinenteiles kann die Nut nach der entlasteten Seite verbreitert werden. Breite Nuten sind wesentlich leichter einzustechen als enge. Wenn das Seeger-Befestigungselement die Kräfte jedoch wechselseitig in beiden Richtungen auf die zwei Nutwände übertragen soll, muss die Nutbreite m entsprechend den Fertigungsmöglichkeiten weitestgehend der Ringdicke angepasst werden.

Form der Nut

Die rechteckige Nut stellt noch immer die Regelausführung dar. Sie kann ohne nennenswerte Beeinflussung des Sitzes des Ringes auf der Lastseite mit r = 0,1 s (10 % der Ringdicke s) gerundet sein (siehe Bild 2a). Eine nach der entlasteten Seite geschrägte Nut zeigt Bild 2b. Systematisch auf der Lastseite gerundete Nuten zeigen die Bilder 2c und 2d. Scharfkantige Ringe nutzen die Nutfläche hier optimal aus. Bild 2e stellt eine Nut mit einer die Kerbwirkung reduzierenden Entlastungsnut dar.

Figure 2 Groove Shape

Bild 2: Nutform

a = Rechtecknut
b = geschrägte Nut
c und d = gerundete Nuten
e = Nut mit Entlastungsnut

Kerbwirkung der Nut

Die scharfkantig eingestochenen Nuten der Seeger-Befestigungselemente bedingen eine Kerbwirkung. Bei Werkstoffen mit einer Kerbempfindlichkeit entsprechend CK 45 Rm = 650 N/mm2 ist mit folgenden Kerbwirkungszahlen bei Rechtecknut zu rechnen:

Wellendurchmesser:
30 mm: ßK = 2,24
80 mm: ßK = 2,60
Diese Kerbwirkungszahlen können durch gerundete Nuten nach Bild 2c und 2d und durch eine Entlastungsnut nach Bild 2e reduziert werden.

Ausgleich von axialem Spiel

Mit Hilfe von normalen ebenen SEEGER®-Befestigungselementen ist es nicht möglich, ein Maschinenteil axial spielfrei einzubauen. Auf den elastischen Spielausgleich mit Hilfe von AL bzw. JL Ringen wird hingewiesen.

Keilringe
Nicht in allen Konstruktionen ist der elastische Ausgleich, d. h. das Federn der Ringe, zulässig. Dann wäre die Verwendung von SEEGER®-Keilringen (JB) möglich, die eine spielfreie Festlegung des anliegenden Maschinenteiles erlauben.

Ringe und Scheiben in wahlweisen Dicken
Eine stufenweise starre Reduzierung des Spieles ist durch Anwendung von Seeger-Befestigungselementen in Auswahldicken möglich. Die Stufung und die Dickentoleranz der meist geschliffenen Ringe liegt in der Regel aber nicht zwingend zwischen 0,02 mm und 0,05 mm. Auch Stützscheiben können mit gestuften Dicken hergestellt werden. Kleinere Dicken-Toleranzen sowie die Festlegung der kleinsten und größten Dicke sind mit Seeger-Orbis abstimmen.

Radial formschlüssig festgelegte Seeger-Befestigungselemente

Die SEEGER® Ring-Verbindung ist, axial betrachtet, formschlüssig. Radial sitzt der elastische Ring jedoch nur kraftschlüssig in der Nut. Bei großen Axialkräften und hohen Anforderungen an die Sicherheit kann eine radial formschlüssige Halterung der Ringe in der Nut von Vorteil sein:

  • Das Herausarbeiten aus der Nut ist unmöglich.
  • Verwendung tieferer Nuten, da auf Vorspannung verzichtet werden kann und damit
  • größere Tragfähigkeit der Nut
  • runde Anlage in der Nut sowie
  • Beseitigung der Drehzahlabhängigkeit der Wellenringe.

Figure 3 Overlapping Of A Seeger Ring Left And A Circular Wire Circlip Right

Bild 3: Überdeckung eines SEEGER® Ringes (links) und eines Runddrahtsprengringes (rechts)

Bild 3 zeigt links die Überdeckung eines SEEGER® Ringes und rechts eines Runddrahtringes. Letzterer kann auch anstelle der vierteilkreisförmigen Ausnehmung mit einer Fase überdeckt werden. Voraussetzung für eine Überdeckung ist eine weitestgehend zentrische Gestaltung der Ringe. Sie ist bei allen Sprengringen, den SEEGER®-V-Ringen und den K-Ringen gegeben. Bei den SEEGER®-Ringen DIN 471/472 gilt dies nur für die Ausführungen gemäß Maßlisten 10 und 11 (siehe Katalog).

Die Überdeckung des montierten Ringes gemäß Bild 3 ist nur möglich, wenn das Maschinenteil vor der Montage zurückgenommen und später wieder angedrückt werden kann, eine Voraussetzung, die nicht immer erfüllt ist.

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