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Halten ist Ihre Aufgabe

Gesendet: 04.01.14

April 1 ,2014 - Meist sind sie kreisrund und werden aus Federstahl hergestellt. Doch bei Sicherungsringen gibt es eine Vielzahl an Sonderformen, die alle dieselbe Aufgabe haben.

Sie heißen Zwiebelring, Koffergriff, Hasenohr oder Ehering, Euro, Halbmond oder Halloween-Ring. Allen gemein ist die technische Anwendung in einer Gehäusebohrung oder auf einer Welle, um ein anliegendes Bauelement, beispielsweise ein Rillenkugellager axial zu sichern.

Vor rund 65 Jahren kam Seeger-Orbis, Produzent von Sicherungsringen, Sprengringen und Pass- und Stützscheiben mit seiner Produktion aus Frankfurt nach Schneidhain. Seither produziert das Unternehmen am Standort mit seinen rund 300 Mitarbeitern mehr als 1,5 Millionen Ringe jeden Tag. Das Sortiment ist riesig - es umfasst ca. 20.000 verschiedene Produkte, der größte Teil davon ist kundenspezifisch gestaltet. Dank eigener Produktentwicklung und eigenem Werkzeugbau können Kundenwünsche rasch entwickelt und produziert werden und fertige Teile an Kunden in über 40 Länder der Welt exportiert werden. Dazu zählen die großen Hersteller in der Automobilindustrie genauso wie der Baumaschinen, der Maschinenbau, die erneuerbaren Energien und der Schiffbau.

Der rechnerische Wert eines Seeger-Ringes beträgt in etwa 8 Cent. Der größte je bei Seeger-Orbis produzierte Ring hatte einen Durchmesser von 3,0 m, der kleinste misst nur wenige mm. Es gibt sie aus Federstahl und Edelstahl, aus Bronze und mit unterschiedlichen Oberflächenbeschichtungen und Veredelungen. Die Dünnsten sind unter einem Millimeter dick, die Dicksten mehrere Zentimeter.

Angefangen hat das ganze zu Beginn des letzten Jahrhunderts: Damals waren Kolbenbolzensicherungen unbekannt, so dass sich die Verbindung zwischen Kolben und Pleuel im Motor gerne mal verselbständigte, der Kolbenbolzen seitlich hin- und herwanderte und durch die Auf- und Abbewegungen des Kolbens dabei tiefe Riefen in der Zylinderwand zog. Die damalige Zylinderschleiferei Seeger & Co., ansässig in Frankfurt, hatte 1927 die zündende Idee: Man entwickelte einen aus Federstahl hergestellten Sicherungsring, der sich mit einer Zange zusammendrücken und in eine umlaufende, ringförmige Nut montieren ließ. Dort entspannte er sich dann und sicherte den Kolbenbolzen gegen das seitliche „Wandern“. Die Erfindung wurde patentiert und stellt heute die Geburtsstunde des Unternehmens Seeger-Orbis dar.

Mittlerweile umfasst das Sortiment viele Normteile und eine noch größere Zahl an Sonderformen, die von uns allen ständig unbemerkt genutzt werden: In Getriebe und Kupplung im Auto, Lastwagen oder Bus, in der Waschmaschine oder am Computerlüfter: Überall befinden sich Sicherungsringe der Firma, die 2017 ihr hundertjähriges Bestehen feiern wird.

Photo For News 1 65 Years In Schneidhain

Bildunterschrift: Das ist wahre Größe: Einer der größten Ringe, die je produziert worden sind. Schon in den 60ger Jahren wurden Ring mit Durchmessern von über 2 m produziert

 

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